Eyetracking

Ein gängiges Argument für den Einsatz auf Eyetracking-Systemen in Usability-Untersuchungen lautet, dass mit Hilfe von Eyetrackern die Fixationsverteilungen auf den Stimuli-Webseiten gemessen und dargestellt werden können. So kann festgestellt werden, welche Bereiche von wie vielen Probanden  fixiert oder nicht betrachtet wurden. Oftmals werden zur visuellen Demonstration so genannte Heatmaps erstellt, die die kumulierten Fixationsverteilungen auf einem Stimulus grafisch darstellen.

Autor: Sebastian Goldstein

 

Vorteile des Eyetrackings

Mit einem Eye-Tracker ist es möglich, die Wahrnehmung und Nutzung von Bewegtbildern zu erfassen.

  • Mit dem Eye-Tracking kann ermittelt werden, ob Bewegtbilder visuell oder akustisch wahrgenommen werden.
  • Mit dem Eye-Tracking kann genau ermittelt werden, auf welche Elemente der Proband im Bewegtbild blickt.
  • Mit dem Eye-Tracking kann ermittelt werden, wie und wann Bewegtbilder (mit Autostart) wahrgenommen werden und wie lange diese betrachtet werden.

Alternative Methoden wie das Mouse-Tracking sind bei der Analyse von Bewegtbildern eher unbrauchbar, da eine zeitliche Diskrepanz zwischen dem Fixationsort des Auges und der aktuellen Mausposition besteht. Zudem kann das Mouse-Tracking nicht alle Sakkadensprünge wiedergeben. Die Ungenauigkeit des Mouse-Tracking im Vergleich zum Eye-Tracking wird durch die Dynamik der Bewegtbilder noch verstärkt. Neben der reinen, quantitativen Blickregistrierungsanalyse sollten im Anschluss an den Test auch qualitative Daten (Befragungen oder Posttest-Fragebögen) erhoben werden, um die jeweilige Wirkung gestützt oder ungestützt ermitteln zu können (vgl. Pagel/ Goldstein/ Jürgens, 2008). Neben den Befragungen könnte auch die postaktionale Methode des Lauten Denkens (auch Retrospective Testing genannt) angewendet werden.

Autor: Sebastian Goldstein