Bewegtbilder in der Marketingkommunikation

Bewegtbilder als Kommunikationsmittel in Onlinedarstellungen (Kommunikationsträger) können sowohl in der internen als auch in der externen Unternehmenskommunikation eingesetzt werden. Bei der internen (Unternehmens-) Kommunikation werden Bewegtbilder insbesondere in der Mitarbeiterkommunikation (Business-to-Employee-Kommunikation) eingesetzt. Im Bereich der externen Unternehmenskommunikation können Bewegtbild-Inhalte sowohl in der Business-to-Business-Kommunikation als auch in der Business-to-Consumer-Kommunikation Verwendung finden.

Autor: Sebastian Goldstein

 

Business-to-Employee-Kommunikation

Der Einsatz von Bewegtbilder in der Personalkommunikation kann einerseits über Intranet-Kommunikationsträger erfolgen, bspw. im Rahmen von mitarbeitergenerierten Videos, andererseits über Internet-Kommunikationsträger bspw. durch additive Bewegtbilder (Unternehmensvideos) in Online-Stellenausschreibungen. In diesem Fall richtet sich die interne Kommunikation an potentielle, zukünftige Mitarbeiter.

Autor: Sebastian Goldstein

 

Business-to-Business-Kommunikation

In der Business-to-Business-Kommunikation können Bewegtbilder in der visuellen und/ oder akustischen Veranschaulichung und Präsentation von Produktionsgütern eingesetzt werden. Oftmals werden Videos auch für Schulungen eingesetzt. So werden beispielsweise Utility-Videos eingesetzt, um die Bedienung von Maschinen zu veranschaulichen. Auch im Dienstleitungsgewerbe finden Bewegtbilder zunehmend Verwendung. So können Videos eingesetzt werden, um die Geschäftspartner / Kunden über aktuelle Marktinformationen zu informieren. Wie bereits bei der Differenzierung von Bewegtbildern erläutert wurde, nutzt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte Videos, um ihre Kunden regelmäßig über aktuelle Rechtssprechungen zu informieren.

Des Weiteren können Bewegtbild-Inhalte in Form von Unternehmensvideos eingesetzt werden, um die Informationsasymmetrie bedingt durch die räumliche Trennung zwischen den Geschäftspartnern zu verringern.

Autor: Sebastian Goldstein

 

Business-to-Consumer-Kommunikation

Im Bereich der Business-to-Consumer-Kommunikation werden Bewegtbildinhalte in Onlinedarstellungen hauptsächlich zur Bildung von Images und Markenwelten sowie erlebbarer Präsentationen von Produktvorteilen, der Produktverwendung usw. eingesetzt (Pagel; Goldstein; Jürgens 2008). Bewegte Online-Werbung setzt sich häufig aus einer Kombination von Text, Bild und Toninhalten auf digitaler Basis zusammen (Bruhn 2007:  362). Neben der Online-Werbung ist auch der Einsatz von Unternehmensvideos im Bereich der Public Relations denkbar.

Autor: Sebastian Goldstein

 

Bewegtbildwerbung

Alle Arten von klassischer Werbung (Anzeigen, TV-Spots etc.) lassen sich auf Online-Darstellungen übertragen. So sind inzwischen alle Inhalte, die im Offline-Bereich (Print- und TV) angeboten weden, auch Online vorhanden. Das Besondere an der Online-Umgebung ist, dass die bisher getrennt angebotenen Print- und TV-Inhalte Online auch kumuliert angeboten werden. So ist z.B. auf Spiegel Online neben redaktionellem Text auch Bewegtbild-Werbung (TV-Spots) zu finden.

Des Weiteren bietet das Internet neue Werbeformate, die im Offline-Bereich bisher nicht vorgekommen sind. 

Neben der direkten Einbindung (seitenintegriert) von Video-Werbung (vergleichbar mit klassischen TV-Spots) auf Webseiten, stellen Pop-up-Ads und Rich-Media-Banner eine weitere Form der multimedialen Werbung im Internet dar. Pop-up-Ads sind automatisch öffnende Browserfenster, in denen entweder statische Werbebilder gezeigt werden oder kurze Bewegtbild-Spots (Streaming Popups).

Online Bewegtbildwerbung setzt sich aus einer Kombination von Text, Bild(ern) und Toninhalten auf digitaler Basis zusammen [Bruhn 2007: 362].

Das Alleinstellungsmerkmal der Online-Medien gegenüber den traditionellen Medien (Print und TV) liegt in der Interaktivität. Es besteht die Möglichkeit, dass der Rezipient direkt mit der Werbung interagieren kann. So kann er z.B. über eine Verlinkung eine direkte Rückmeldung durchführen. In klassischen Medien ist dies in der Regel nur über einen Medienbruch möglich, d.h. der Rezipient muss beispielsweise eine Telefonnummer wählen.